Freie Waldorfschule Heinsberg - Selbstverwaltung |
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Verein zur Förderung der Freien Waldorfschule Kreis Heinsberg e.V. |
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| Jede Waldorfschule ist eine eigenständige Gründung. Meist geht sie auf Eltern zurück, die für ihre Kinder eine Waldorfschule wollen. Aber eine Schulgründung braucht immer auch die Unterstützung von Menschen, die keine eigenen Zwecke damit verbinden. So sind auch im Verein zur Förderung der Freien Waldorfschule Kreis Heinsberg nicht nur Eltern und Lehrer, sondern darüber hinaus Menschen, die sich ohne persönliche Zwecke für die Schule einsetzen. Der Förderverein ist auch Eigentümer des Schulgeländes und der Gebäude und Bauherr der geplanten Schulneubauten. |
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Freie Waldorfschule Kreis Heinsberg e.V. |
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| Der Verein Freie Waldorfschule Kreis Heinsberg e.V. ist der rechtliche Träger der Schule. Er vertritt sie in rechtlichen Dingen gegenüber der Bezirksregierung, aber auch gegenüber den Eltern. Er stellt die Lehrer und anderes Personal ein. Die Geschäfte des Vereins werden von einem Geschäftsführer geführt. Die Vorstände der beiden Vereine tagen gemeinsam 14-tägig, sie werden in ihrer Arbeit von einer von der Mitgliederversammlung gewählten Beirätin und monatlich von Vertretern des Elternrates unterstützt. |
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Die pädagogische Leitung der Schule |
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| Die pädagogische Leitung der Schule erfolgt kollegial durch die wöchentlich tagenden Konferenzen der Lehrer. Diese gliedern sich in eine pädagogische und eine technische Konferenz. Die Konferenzen delegieren Vertreter für den Vorstand des Schulvereins und andere Gremien.
Die pädagogische Konferenz dient sowohl der internen pädagogischen Fortbildung, als auch der Bearbeitung von pädagogischen Fragen, die sich direkt aus der pädagogischen Tagesarbeit ergeben, und der Weiterentwicklung des pädagogischen Konzepts. In der technischen Konferenz werden praktische Fragen des täglichen Schulgeschehens organisiert. - Die Gesamtkonferenz, bestehend aus Lehrerkollegium, Verwaltungsmitarbeitern und Vorstand, bestimmt zwei Lehrer für den Schulleitungskreis. Der Schulleitungskreis bearbeitet weitreichende pädagogische Fragen und trifft Personalentscheidungen. |
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Selbstverwaltung |
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| Eine staatliche Regelschule wird von Behörden, eine konfessionelle Schule von den Kirchenorganisationen verwaltet, eine Waldorfschule ist dagegen autonom und verwaltet sich selbst. Diese Selbstverwaltung wird von den Angehörigen der Schulgemeinschaft - Eltern, Lehrern und externen Förderern - organisiert. Dazu arbeiten an unserer Schule nicht nur die oben genannten Gremien, sondern darüber hinaus weitere Arbeitskreise - Elternrat, Veranstaltungskreis, PR-Kreis, Baukreis u.a. - in die ein starkes Elternengagement einfließt, in enger Weise zusammen. Diese Art der Selbstverwaltung ermöglicht es den Beteiligten sich tatsächlich sehr stark mit ihrer Schule zu verbinden. Aber sie stellt unter Umständen auch hohe Anforderungen an den Einzelnen, der sich in ganz unterschiedliche Rollen hineinfinden muss: Der Lehrer ist als Mitglied im Schulverein zugleich sein eigener Arbeitgeber, die Eltern, die sich engagieren, sind nicht mehr nur Konsumenten einer Dienstleistung, sondern zugleich mitverantwortlich und damit auch Produzenten. |
Weiterführende Literatur: Karl Martin Dietz, Eltern und Lehrer an der Waldorfschule Grundzüge einer dialogischen Zusammenarbeit (ISBN: 978-3-921132-23-4, 14,80 €) Stefan Leber, Die Sozialgestalt der Waldorfschule Ein Beitrag zu den sozialwissenschaftlichen Anschauungen Rudolf Steiners (ISBN: 978-3-7725-1210-0, 10,50 €) |
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Die Entstehung der ersten Waldorfschule und die Organisation der Waldorfschulen |
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| Die erste Waldorfschule wurde 1919 von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, als Schule für die Kinder der Arbeiter der Waldorf Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart gegründet. Die Schule war eine Antwort auf die drängenden sozialen Fragen in dieser Zeit. Inzwischen gibt es ca. 1000 Waldorfschulen in 64 Ländern auf allen Kontinenten der Erde. Jede Schule ist eine unabhängige Gründung. In Deutschland gibt es etwa 200 Schulen, sie haben sich im Bund der Freien Waldorfschulen zusammengeschlossen. |
Weiterführende Literatur: Dietrich Esterl, Die erste Waldorfschule Stuttgart, Uhlandshöhe 1919-2004. Daten - Dokumente - Bilder (ISBN: 978-3-927286-62-7, € 25,00) Buchhinweis: Waldorf - Die Geschichte eines Namens |
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